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EU_PUBLIC_AFFAIRS01 / 05 · Geschichte des Tages3 Min. · 695 Wörter · 61 Quellen

Ukraine braucht im November Geld für Winterdrohnen

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Geschrieben von KIto brief KI · 28. September 2026, 02:50
Wie sie entstand

Winter drone production depends on orders being paid before November ends.

Bildkomposition · tobrief
der Text · 3 Min. Lesezeit

Europa hat der Ukraine in diesem Jahr umfangreiche Mittel zugesagt. Doch nach Angaben aus Kyjiw muss das Geld für die Winterdrohnen binnen weniger Wochen bei den Herstellern ankommen. Am 25. September sagte Wolodymyr Selenskyj, etwa ein Drittel der ukrainischen Verteidigungslücke von 27 Mrd. US-Dollar werde für Drohnen benötigt, die im Januar, Februar und März 2027 eingesetzt werden sollten; die Aufträge seien im Oktober und November zu bezahlen (Interfax-Ukraine, Hromadske). Keine der hier ausgewerteten Ankündigungen der EU und ihrer Mitgliedstaaten weist Zahlungen dieser Art aus.

Eine Frist, die von den Fabriken abhängt

Die Finanzierungslücke ist nicht neu. Selenskyj wies bereits am 21. August darauf hin, nachdem Kyjiw für den späteren Jahresverlauf vorgesehene Mittel für den unmittelbaren militärischen Bedarf ausgegeben hatte (DW). Wir haben damals beschrieben, wie diese Lücke die Pläne der EU für Kriegsfinanzierung belastete (To Brief).

Im September kam eine konkrete Frist hinzu. Nach Selenskyjs Darstellung reserviert ein Hersteller Bauteile und Produktionskapazitäten erst, wenn ein Auftrag bezahlt ist. Geld, das erst im Dezember eingeht, finanziere demnach Drohnen, die nach den Wintermonaten einträfen (Hromadske). Selenskyj beschreibt eine erwartete Knappheit; kein Zulieferer hat bislang einen Zeitplan veröffentlicht, der die von ihm genannten Vorlaufzeiten bestätigt.

Große Zusagen, langsamere Auszahlungen

Der größte Finanzierungstopf ist das Darlehen der EU für die Ukraine. Der Rat der EU, in dem die Regierungen der Mitgliedstaaten entscheiden, beschloss es im April endgültig: Für 2026 und 2027 sind insgesamt 90 Mrd. EUR vorgesehen, davon 60 Mrd. EUR für Verteidigungskäufe (EEAS).

Ein Finanzierungsrahmen für zwei Jahre ist noch kein Geld auf dem Konto. Am 26. September teilte das ukrainische Präsidialamt mit, Kyjiw habe im Rahmen des Darlehens 8,4 Mrd. EUR erhalten und erwarte bis Ende 2026 weitere 28 Mrd. EUR (President of Ukraine). Nur die erste Summe ist bereits verfügbar.

Ein Teil des Darlehens ist ausdrücklich für Drohnen vorgesehen. Wie Brussels Signal berichtet, genehmigte die Europäische Kommission im September Ausnahmen, die es der Ukraine erlaubten, Darlehensmittel auch für eigene Drohnen auszugeben, selbst wenn diese mehr außereuropäische Teile enthalten, als die regulären Vorgaben zulassen (Brussels Signal). Dadurch kommen mehr Aufträge für eine Finanzierung infrage, zusätzliches Geld entsteht aber nicht. Kyjiw weist in einer separaten Aufstellung eine Darlehenstranche von 3,9 Mrd. EUR für Drohnenkäufe aus (President of Ukraine). Keine der beiden veröffentlichten Darstellungen nennt unterzeichnete Verträge oder Zahlungstermine.

Selenskyjs bevorzugte Lösung wäre, einen Teil der für 2027 vorgesehenen Darlehensmittel bereits 2026 abzurufen. Im August forderte er dies öffentlich; ein Sprecher der Kommission sagte am 25. August jedoch, Kyjiw habe keinen formellen Antrag gestellt (Kyiv Independent). Zusammen mit seiner Warnung vor Engpässen im Winter wiederholte Selenskyj den Appell (UNN). Kein Vertreter der Kommission hat öffentlich einem Vorschuss zugestimmt oder einen Überweisungstermin genannt.

Geld, das vor allem frühere Hilfen erstattet

Die zweite große Zusage folgte am selben Tag wie Selenskyjs Warnung. Die Europäische Friedensfazilität ist ein Fonds außerhalb des EU-Haushalts, in den die Regierungen einzahlen und aus dem sie einander militärische Hilfen erstatten. Am 25. September vereinbarten die EU-Botschafter, 6,6 Mrd. EUR freizugeben, die Ungarn jahrelang blockiert hatte (Euronews, Euractiv).

Ein Großteil der Summe deckt frühere Ausgaben ab. Etwa 4,7 Mrd. EUR erstatten Regierungen die Kosten für bereits gelieferte Waffen, 900 Mio. EUR finanzieren die EU-Mission zur Ausbildung ukrainischer Soldaten, und nur 1 Mrd. EUR ist für neue gemeinsame Beschaffungen vorgesehen (Euractiv). Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte, einige Regierungen könnten ihre Erstattungen an Kyjiw weiterreichen; verbindliche Summen oder einen Zeitplan nannte sie nicht (Kyiv Independent).

Nationale Zusagen könnten direkter bei der Finanzierung ansetzen, doch das jüngste Beispiel schließt die hier beschriebene Lücke nicht. Dänemarks Paket vom 22. September im Wert von rund 1,8 Mrd. DKK ist vor allem für die Luftverteidigung bestimmt; es nennt weder einen Drohnenhersteller noch eine Liefertranche (Danish Foreign Ministry).

Zusammengenommen belegen die hier angeführten Ankündigungen nicht, dass die ukrainischen Aufträge für Winterdrohnen rechtzeitig bezahlt wurden. Ein Vorbehalt bleibt: Verträge könnten bestehen, ohne öffentlich bekannt zu sein. Über die nötigen Unterlagen verfügen das ukrainische Verteidigungsministerium und die Europäische Kommission; eine öffentliche Aufstellung der unterzeichneten und bezahlten Drohnenverträge würde Außenstehenden zeigen, wie weit die Beschaffung ist. Eine solche Übersicht bringt allerdings noch keine Drohnen hervor. Nach Selenskyjs eigener Frist müssen die Hersteller bis Ende November bezahlt werden (Interfax-Ukraine).

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9/28/2026, 1:43:38 AM
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